Altersrente

Beratung  Betreuung  Begleitung  Vertretung in allen Renten- und Sozialversicherungssachen, Anträge, Widersprüche, Klagen

SGB VI

Die Altersrenten

Jeder der arbeitet, also Arbeitnehmer und Selbständige, hat irgendwann mal genug gearbeitet, ist 60 oder mehr Jahre alt, will auf Rente

Als Altersrenten stehen zur Auswahl zur Verfügung:

1. Regelaltersrente ab Lebensalter 65 - 67 , je nach Geburtsjahr

2. Altersrente für Frauen ab dem 60. Lebensjahr, wenn vor dem 01.01.1952 geboren

Bücher273. Altersrente für Arbeitslose oder nach Altersteilzeit frühestens ab dem 60. Lebensjahr, je nach Geburtsjahr

4. Altersrente für Berufs- oder Erwerbsunfähige frühestens ab dem 60. Lebensjahr, wenn vor dem 01.01.1951 geboren

5. Altersrente für Schwerbehinderte frühestens ab dem 60. Lebensjahr, je nach Geburtsjahr

6. Altersrente für langjährig Versicherte ab dem 63. Lebensjahr, je nach Geburtsjahr

7. Altersrente für besonders langjährig Versicherte ab dem 63. Lebensjahr, je nach Geburtsjahr ohne, bzw. mit reduziertem, Abschlag ab 01.07.2014 ( in Planung)

8. Altersrente für besonders langjährig Versicherte ab dem 65. Lebensjahr, je nach Geburtsjahr

Für alle diese Renten müssen jedoch noch Zusatzvoraussetzungen erfüllt werden. Die sind nach Rentenart, Geburtsjahr und Rentenbeginn gestaffelt.

Ab 2012 wird für Personen, die ab 1947 geboren sind die Regelaltersgrenze vom 65. Lebensjahr schrittweise auf das 67. Lebensjahr angehoben. Es ist zwar schon ein früherer Rentenbezug möglich, teilweise aber nur mit Abschlägen. Darüber hinaus gibt es jede Menge Sonderregelungen.

 

Widersprüche und Klagen

Haben Sie von der Behörde einen Bescheid erhalten, mit dem Sie nicht zufrieden sind, lassen Sie ihn bitte unbedingt prüfen. Nach der Rechtsprechung des BSG stellt jede Bewilligung auch eine Ablehnung dar, wenn nicht das maximal Mögliche bewilligt wurde.

Sie sollten diese Überprüfung in sachkundige Hände geben, da die Gründe für eine Ablehnung aus den Bescheiden nie vollständig hervorgehen. So wird ein beauftragter Rentenberater in einem Widerspruchs- oder Klageverfahren fast immer erstmal - vor einer Begründung - Akteneinsicht nehmen. Erst aus dieser Akteneinsicht können sie die wahren Gründe für die Entscheidung der Behörde ersehen. So werden zum Beispiel die tatsächlichen Ergebnisse der med. Untersuchung nie in den Bescheiden dargestellt, sondern ergeben sich immer nur aus dem Akteninhalt. Ohne Kenntnis des Akteninhaltes können sie jedoch nicht Argumentieren, oder argumentieren am Akteninhalt vorbei. Dies führt dann regelmäßig zu einer erneuten Ablehnung, mit der Begründung, das Vorbringen im Widerspruchs- oder Klageverfahren sei bei Erlass des Bescheides schon bekannt gewesen und berücksichtigt worden. Dies ist dann die übliche pauschale Begründung, mit der Ihr Rechtsmittel abgewiesen wird.

Beauftragen Sie jedoch einen Rentenberater, wird dieser Ihnen nach der Akteneinsicht die tatsächlichen Gründe des Bescheides erläutern. Sie können dann die Erfolgsaussichten des Rechtsmittels besprechen und entscheiden, ob Sie den Widerspruch oder die Klage weiterführen wollen.

Um ein Rechtsmittel erfolgreich zu führen, benötigen Sie ausser Fachwissen auch juristische Kenntnisse des Verfahrensrechtes, des Rechtsgebietes selbst, auch viel Erfahrung und taktisches Geschick. Nicht alle Bescheide beruhen tatsächlich auf objektiven Gründen. So werden immer wieder Gerüchte laut, nach denen zum Beispiel die Versorgungsämter nicht mehr als 40 % GdB anerkennen und die Rentenversicherungsträger 70 % der Anträge auf Erwerbsminderungsrente ablehnen sollen.

Rechtstipps

Aufrechnung

Hat ein Rentner Beitragsschulden, z.B. aus nicht gezahlten Beiträgen an seine Krankenkasse, kann die Rentenversicherung auf Antrag der Krankenkasse diese Schulden gegen die Rente aufrechnen, also sinngemäß von der Rente abziehen und an die Krankenkasse überweisen. LSG Berlin, 06.12.2013

Hinzuverdienstgrenze

Die Hinzuverdienstgrenze von monatlich 400,00 Euro, bzw 450,00 Euro ab 01.01.2013, ist monatlich zu prüfen. Dabei ist immer nur auf den Monat des Verdienstes abzustellen. Der Zeitpunkt des Steuerbescheides oder der Einkommensteuererklärung ist dabei egal. Es gilt das Prinzip des Zuflusses, auch bei Selbständigen. So kann auch die Rente rückwirkend entzogen werden. Dies bedeutet erhebliche Rückforderungen. SG Hannover vom 22.05.2012

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